Glossar Netzwerk und Netzwerksicherheit
"U - W"


UTP

UTP = Unshielded Twisted Pair

 

VCI (Virtual Channel Identifier)

VCI ist ein Parameter im Zusammenhang mit DSL und bedeutet virtuelle Kanalkennung. Mögliche Werte bewegen sich zwischen 32 und 65535, der Standardwert für T-DSL ist 32. Der VCI dient der Identifizierung virtueller Kanäle zwischen dem DSL-Teilnehmer und der Vermittlungsstelle (vgl. VPI - weitere Infos auf der DSL-Konfigurations-Seite).

 

Verschlüsselung

s. Encryption

 

Vines

Vines (Virtual Network System) ist das PC LAN-Netzwerkprotokoll der amerikanischen Fa. Banyan ("Banyan Vines") und basiert auf XNS.

 

Virtueller Host

Server, der auf einem Rechner im (privaten) LAN läuft und über das Internet erreichbar ist. Der Router leitet von außen kommende Anfragen, direkt an passenden Port des betreffen Rechners im Intranet (LAN) weiter. Angenommen, Sie betreiben auf dem Rechner mit der internen IP 192.168.1.10 einen virtuellen Web-Server an Port 8080. Die öffentliche IP Ihres Internetzuganges ist 217.89.4.67, dann leitet der Router alle ankommenden IP-Pakete auf Port 80 (Standard-Port für Web-Server) an den Port 8080 des Rechners 192.168.1.10. Die Antwort des Servers wird vom Router ebenfalls übersetzt und dann ins Internet weitergereicht.
Hinweis: Auf diese Weise kann nur ein Server pro (Standard-) Dienst (z.B. HTTP, FTP, TELNET) im LAN angesprochen werden.
Weitere Infos finden Sie auch unter NAT-/ PAT.

 

VLAN (Virtuelles LAN)

Ein virtuelles LAN ist eine Gruppe von Rechnern, die auf MAC-Ebene in einer autonomen, sicheren Domain (z.B. IP-Subnetz) zusammengefaßt sind. Es findet daher kein Multicast- oder Broadcastverkehr in das VLAN hinein oder heraus statt. Die Zugehörigkeit zu einem VLAN hängt nicht von der geografischen Lage des Netzknotens ab. Sie ist ausschließlich durch Softwarekonfiguration bestimmt. Sie kann sehr schnell geändert werden, wenn ein Rechner einer neuen Arbeitsgruppe zugeordnet werden soll. Die Zuordnung der einzelnen Knoten (Rechner) findet dabei in einem VLAN-fähigen Switch statt. Unproblematisch ist diese Technik, solange nur ein LAN-Switch verwendet wird. Soll ein virtuelles Netz über mehrere Switches ausgedehnt werden, so müssen die geführten MAC-Adressen um die Nummer des virtuellen Netzes ergänzt werden. Die so entstehenden Tabellen müssen über das ganze Netz konsistent gehalten werden. Daher müssen die Switches (ähnlich den Routern mit Routing-Protokollen) die Netzinformationen austauschen. Hierzu verwendet man das sog. (Frame-) Tagging: Beim Tagging wird die VLAN-Nummer vor das MAC-Paket gesetzt. Die ist jedoch nicht unproblematisch, da hierdurch die zulässige Paketlänge überschritten werden kann. Dieses Verfahren ist in IEEE 802.1Q standardisiert worden und verwendet 12-Bit lange Tags. In den Endgeräten sind hierzu dann VLAN-fähige Netzwerkkarten (NICs) notwendig.
VLAN-übergreifende Kommunikation ist i.a. nur durch die Verwendung eines Routers möglich.
VLANs sind nicht mit WLANs (Wireless LANs) oder VPNs (Virtual Private Networks) zu verwechseln.

 

Voice over IP (VoIP)

Unter Voice over IP (VoIP) versteht man die Übertragung von Sprache/ Telefon über ein IP-Netzwerk. Bei VoIP werden die analogen (Sprach-)Signale digitalisiert und in IP-Pake eingepackt. Hierbei ist es wichtig, dass die Pakte auf ihrem Weg durch das Netz/ Internet möglichst nicht verzögert werden, da hierunter die Sprachqualität erheblich leiden kann. Über Gateways ist es möglich, dass die VoIP-Pakete in das normale Telefon-Netz übertragen werden können (und umgekehrt).

 

Vollduplex

Bei einer Vollduplexübertragung (oder auch: Duplex-Übertragung) ist der Datenkanal zwischen zwei Endgeräten permanent in beiden Richtungen geöffnet, d.h. beide Endgeräte können gleichzeitig senden und empfangen (vgl. Telefon). Siehe auch: Halbduplex.

 

VPI (Virtual Path Identifier)

VPI ist ein Parameter im Zusammenhang mit DSL und bedeutet virtuelle Pfadkennung. Die möglichen Werte liegen zwischen 0 und 255, der Standardwert für T-DSL ist 1. Die virtuelle Pfadkennung ist - wie der VCI - für die eindeutige Datenidentifizierung zwischen dem DSL-Teilnehmer und der Vermittlungsstelle notwendig. Weitere Infos auf der DSL-Konfigurations-Seite.

 

VPN - Virtual Private Network

Ein VPN ist ein Netzwerkverbindung, bei der die Daten durch spezielle Tunneling Protokolle (z.B. IPSec) sicher (verschlüsselt) über das Internet übertragen werden. VPNs werden eingesetzt, um die Kosten für eine dedizierte Datenleitung zu sparen. Statt zwei Filialen mit einer gemieteten Leitung miteinander zu verbinden, wird einfach das Internet genutzt.
Diese Technik wird auch genutzt, um Dial-In-Zugänge durch eine kostengünstigere Alternative zu ersetzen (VPN Remote Access). Bei dieser Technik werden nicht zwei Standorte, sondern ein PC und ein Standort über das Internet miteinander verbunden.
Der Begriff VPN ist nicht mit VLAN (Virtuelle LAN) zu verwechseln!

 

WAN

WAN steht für Wide Area Network und beschreibt ein räumlich großes (Ausdehnung > 50 km) Netz mit vergleichsweise geringer Datenübertragungsrate (vgl. auch LAN, MAN).

 

WLAN (Wireless LAN)

Bei WLANs handelt es sich um funkbasierte Netzwerke. Sie arbeiten nach dem Standard 802.11.
Die Kommunikation erfolgt hier i.a. immer über einen zentralen Knoten, der Access Point, der auch die Verbindung zum drahtgebundenen Netzwerk herstellt. Um das Abhören der Daten zu erschweren wird WEP (Wired Equivalent Privacy) verwendet. Dieses Verfahren ist jedoch nur bedingt sicher, so dass man für wirkliche Sicherheit zusätzlich die VPN-Technologie einsetzen sollte.
WLANs sind nicht mit VLANs zu verwechseln.


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In besonderen Fällen stehe ich Ihnen auch gerne per E-Mail zur Verfügung!

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(Diese Seite wurde am 4.9.2002 erstellt,
der letzte Update fand statt am 25.3.2007


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